Unfallwagen darf verkauft werden!

Was tun mit dem verunfallten Auto? Hier eine ganz wichtige Info: der Unfallwagen darf verkauft werden.

Oft versuchen Versicherer nach einem Unfall die Ansprüche des Geschädigten dadurch zu kürzen, dass sie ihm vorwerfen, er habe vorschnell den Unfallwagen verkauft. Dann kommen Sie mit Angeboten, die erheblich höher liegen, als der erzielte Kaufpreis und ziehen diesen (aus ihrer Sicht hypothetisch zu erzielenden) Kaufpreis von der Forderung des Geschädigten ab.

Und immer wieder werden sie korrigiert. So auch in dem Fall, der durch das Amtsgericht Bad Hersfeld am 5.12.2019 entschieden wurde (Aktenzeichen 10 C 606/19 (20)). Hier die Kernaussage: ein Geschädigter, welcher im Zeitpunkt der Veräußerung die Grundlage des Restwertangebotes noch nicht kennt, verletzt seine Schadensminderungspflicht nicht dadurch, dass er sich auf den ordnungsgemäß ermittelten Restwert des Schadensgutachtens verlassen hat.

Hierbei ist ein solcher Wert für den Geschädigten nachvollziehbar, wenn er aus mehreren Restwertangeboten (mindestens drei Stück) ermittelt worden ist. In diesen Fällen darf somit zu dem Preis verkauft werden, der sich aus dem Gutachten ergibt. Es muss kein erneutes Angebot des Versicherers abgewartet werden.

Allen Geschädigten kann nur geraten werden, sich frühzeitig über die Rechte zu informieren und keine Kürzungen der Versicherer zu akzeptieren. Neben dem hier dargestellten “Trick“ gibt es noch einige Techniken mehr, mit denen es die Versicherer immer wieder versuchen. Stichwort Verweis auf Alternativwerkstatt, Kürzung von Verbringungskosten usw.

Unfallwagen darf verkauft werden

Oft versuchen Versicherer nach einem Unfall die Ansprüche des Geschädigten dadurch zu kürzen, dass sie ihm vorwerfen, er habe vorschnell den Unfallwagen verkauft. Dann kommen Sie mit Angeboten, die erheblich höher liegen, als der erzielte Kaufpreis und ziehen diesen (aus ihrer Sicht hypothetisch zu erzielenden) Kaufpreis von der Forderung des Geschädigten ab.

Und immer wieder werden sie korrigiert. So auch in dem Fall, der durch das Amtsgericht Bad Hersfeld am 5.12.2019 entschieden wurde (Aktenzeichen 10 C 606/19 (20)). Hier die Kernaussage: ein Geschädigter, welcher im Zeitpunkt der Veräußerung die Grundlage des Restwertangebotes noch nicht kennt, verletzt seine Schadensminderungspflicht nicht dadurch, dass er sich auf den ordnungsgemäß ermittelten Restwert des Schadensgutachtens verlassen hat.

Hierbei ist ein solcher Wert für den Geschädigten nachvollziehbar, wenn er aus mehreren Restwertangeboten (mindestens drei Stück) ermittelt worden ist. In diesen Fällen darf somit zu dem Preis verkauft werden, der sich aus dem Gutachten ergibt. Es muss kein erneutes Angebot des Versicherers abgewartet werden.

Allen Geschädigten kann nur geraten werden, sich frühzeitig über die Rechte zu informieren und keine Kürzungen der Versicherer zu akzeptieren. Neben dem hier dargestellten “Trick“ gibt es noch einige Techniken mehr, mit denen es die Versicherer immer wieder versuchen. Stichwort Verweis auf Alternativwerkstatt, Kürzung von Verbringungskosten usw.

Lassen Sie sich beraten, akzeptieren Sie nicht diese Vorgehensweise der Versicherer!

Dr. Henning Hartmann Fachanwalt für Strafrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht

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